Distilleria Schiavo

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Distilleria Schiavo

Museo Giuseppe Schiavo


Der Ausstellungssaal „Giuseppe Schiavo“ wurde gegründet, um das Engagement und die Arbeit der Familie Schiavo, die mittlerweile die 5. Generation im Bereich der handwerklichen Destillerie erreicht hat, real darzustellen.
Die Schnapsproduktion wird noch heute in der antiken Destillerie durchgeführt, indem man noch immer eine diskontinuierliche Anlage niedrigen Drucks mit Destillierkolben aus Kupfer verwendet.
Die Papierabteilung wird infolge des Bedürfnisses begonnen, das Image der antiken „Costa Fabbrica“ als Übergangsstelle zu anderen Örtlichkeiten erkenntlich zu machen und in Umlauf zu bringen.
Zahlreich sind die Auffindungen des 1. – 2. Jahrhunderts, auch bekannt als “Romanisierung der Provinzen”, mit der entsprechenden Konstruktion von Landvillen, die zur Produktion von Getreide, Wein, Öl sowie zur Viehzüchtung dienten.
Außerdem werden die Punkte zur Unterteilung der besten Grundstücke festgelegt, die auch als so genannte “Graticolato” (=vergittert) definiert werden. Auf dieser Landkarte werden schließlich auch die Grenzen der einzelnen wie Schachbretter angeordnete Erdgrundstücke umrissen, wo jedes einzelne Quadrat für die Familien heimkehrender Soldaten bestimmt war, die ihrem Vaterland ihren Dienst erwiesen haben, vor allem nach den bekannten Gallischen Kriegen von Julius Cäsar.










Schließlich geht es dank der Zeugnisse wie z.B. der originalen Pergamentpapiere zum Mittelalter über, die vom 14. Jahrhundert über das 15. Jahrhundert bis hin zum 16. Jahrhundert reichen und auf denen wir Kauf- und Verkaufsakte von Grundstücken, Mühlen zur Getreidemahlung, Bächen, aber vor allem von Weinbergen finden.
Außerdem wurden die anastatischen Nachdrucke antiker Landkarten aus dem 17.- 18. Jahrhundert der Besitztümer in Costa Fabbrica (schließlich CostaBissara umgenannt) der noblen Gräfe Bissari – bedeutende Herren aus Vicenza - gefunden, denen man die Übertragung des Ortes verdankt, auf dem schließlich die Basilika auf der „Piazza dei Signori“ gebaut wurde und auf dem noch immer der berühmte Uhrenturm – in der Tat „von den Bissari“ genannt – emporragt.
Das Überraschende ist, dass die noblen Bissari alle ihre Güter im Grundbuch eingetragen hatten und somit auch ihre Nachbarn, wie die Familie Schiavo, die Grundstücke und einen Turm namens Colombara mit einem anliegenden Bauernhaus besaßen, das sich im Laufe der Zeit in das derzeitige Bauernhaus aus dem frühen 19. Jhd. verwandelte.
So beginnen die Korrespondenzen und Ausrufungen des Lombardisch Venezianischen Königreiches mit Wechseltabellen mit entsprechenden Werten für Waren und Geld, originale Notarakte der Familie mit Käufen und Übertragungen von Grundstücken bis zur Konstruktion der derzeitigen Destillerie.

Von diesem Moment an beginnt die FAMILIE SCHIAVO ihr neues Abenteuer in der Welt der Destillate.
Die Landkarten, die Unternehmensakten, die Lizenzregien für die Produktion von Alkohol und die ersten auf die Familie Schiavo ausgeschriebenen Quittungen der Zollbehörde für die Alkoholsteuer.
Man kann die ersten Destillierhandbücher auf französischer Sprache sehen, die vom Ururgroßvater Domenico bei den ersten Produktionsexperimenten verwendet wurden, das Projekt der Königlichen Staatskasse, die im Jahre 1929 alle Destillerien in der Provinz von Vicenza ins Grundbuch einschrieb, und alle Rechnungen, die beim Empfang in der Destillerie der zur Destillation fertigen Trester verwendet wurden.
Der letzte Papierabschnitt ist der Geschichte der Destillation gewidmet, aufgrund dessen die antikesten Bücher über die Destillation ausgestellt sind.
Von der Schule von Siena des Mattioli zur Flämischen Schule des Lonicer, von der Florenzer Schule des Vannuccio Biringuccio zur napoletanischen Schule des Gio.Battista della Porta, von den deutschen Schulen mit den Thesaurus (schriftliche Sammlungen) von Gesner über Coelum Philosophorum von Filippo Ulstadio bis hin zur französischen Schule des Beguin, der mit der in der berühmten Enzyklopädie von Diderot-D’Alembert beschriebenen Destillation endet.
Um hingegen auch etwas von den Geräten zu sehen, sind unterschiedliche Destillierapparate aus Kupfer aus dem 18. und aus dem 19. Jahrhundert, die der häuslichen Schnapsproduktion dienten, ausgestellt.
Das Überraschende ist jedoch ein vollständig aus Terrakotta bestehender Destillierkolben, wahrscheinlich aus der Slawischen Schule, der stets für die Destillation vielleicht von Obst verwendet wurde.
Außerdem finden wir viele handschriftliche Rezepte von Magenbittern, Likören und
in den ersten Jahren des 1900 sehr beliebten Aperitifen, reale Vorschriften über den Gebrauch von Farbstoffen bei der Herstellung derselben, die von dem damaligen savoyischen Staat kontrolliert wurden.
Stößel, Kupfereimer und Alkoholmesser, die die Jahrhunderte streng bewacht in Holzkästchen durchquert haben, und eine wunderschöne Sammlung antiker Glaseinheiten, halbe Liter, Liter, Viertelliter vom Lombardisch-Venezianischen Königreich über den savoyischen Staat bis hin zu denen der Italienischen Republik, die stets zur Auffüllung oder zur Kontrolle der Behälter verwendet wurden, da man einmal den Schnaps auch lose verkaufte.
Schön anzusehen ist auch die Sammlung der unterschiedlichen Geräte, die bei der Wartung der Destillerie verwendet wurden, mit Geräten, die eigens von kompetenten Schlossern des Landes angefertigt wurden.An den Wänden des Saales hängt ein beschreibender Verlauf der Evolution der Destillerie, von der Gründung bis hin zu den heutigen Tagen, wobei die wichtigsten mehr als ein Jahrhundert andauernden Etappen hervorgehoben und von einer wunderschönen Sammlung originaler Landkarten begleitet werden, die das Vicentinische Gebiet und die Stadt Vicenza vom 15. bis zum 19. Jahrhundert wiedergeben.

Museo Giuseppe Schiavo    Museo Giuseppe Schiavo    Museo Giuseppe Schiavo    

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foto gentilmente concesse da www.francocogoli.it